Stauden nach Standorten gegliedert

Stauden nach Standorten gegliedert - Stauden am richtigen Standort gedeihen besser

Die weithin gebräuchliche und sinnvolle Einteilung der Gartenstandorte nach Lebensbereichen (nach Hansen, Müssel, Sieber) ist auch für uns eine wichtige Leitschnur. Wir haben sie praxiskonform unter dem Begriff „Gartenbereiche“  ein wenig vereinfacht, ohne die klassischen Lebensbereiche zu verschweigen.

 

Gartenbereiche

  • Schatten
    Lebensbereiche Gehölz (G1-3) und Gehölzrand (GR sch1-3) absonnig-schattig Auch mit wenig Licht ist vieles möglich!

  • Halbschatten
    Lebensbereiche offene und absonnige Gehölzränder(GR so1-3 und GR abs1-3) Der Übergangsbereich zwischen Sonne und Schatten

  • Freifläche
    (LebensbereichFr so 1-3) Hier herrscht die volle Sonne

  • Beet
    An Farb- und Blütenreichtum der intensivste Bereich! Tiefgründiger, guter Boden, viel Sonne, Ideen und Lust am Ausprobieren sind gute Voraussetzungen

  • Steinanlagen (Steinanlagen und Steppenheide)Trockene Kiesbeete, Trockenmauern,  Alpinum. Kleine, stresstolerante Pflanzen finden hier ihre Nische

  • Teich (Wasser und Wasserrand)
    Spezialsortimente

  • Präriestauden
    Durchstöbern Sie unser großes Sortiment an Präriestauden

  • Aroma - Gewürz- und Heilpflanzen
    Meist im Lebensbereich Freifläche zu Hause, werden wegen ihrer charakteristischen Verwendbarkeit als eigener Bereich geführt. 

Alle Pflanzen brauchen Wasser, aber die Ansprüche sind verschieden. In allen Gartenbereichen kann der Boden unterschiedlich feucht sein:

Die Bodenfeuchte

bezieht sich auf den mittleren Wassergehalt des Bodens während der Wachstumsperiode. Die Ziffern geben einen ungefähreren Richtwert an, der hilft, die Stauden in allen Gartenbereichen optimal zu verwenden. Viele Pflanzen sind sehr anpassungsfähig und nehmen gewisse Schwankungen nicht übel.

Die Ziffer 1 beschreibt trockenen Boden. Für die Pflanzen besteht regelmäßig Wassermangelwährend der Wachstumszeit. Viele Stauden wachsen hier nicht gut. Andere, speziell angepasste Arten, aber nutzen den Trockenstress als Konkurrenzvorteil und gedeihen gerade hier besonders willig und dauerhaft.

Die Ziffer 2 steht für frischen Boden, das heißt, innerhalb des Wurzelhorizontes der Pflanzen befindet sich auch im Hochsommer noch eine milde Feuchtigkeit. Von Natur aus trockener Boden (Ziffer1) kann durch Wassergaben in diesen Zustand versetzt werden.

Die Ziffer 3 bedeutet feuchte Bodenverhältnisse auch während der Sommerwochen, es besteht kaum jemals Wassermangel in der oberen Bodenschicht. Wassermangel ist hier kein begrenzender Wachstumsfaktor.

Die Ziffer 4 drückt aus, dass Wasserüberschuss besteht. Es handelt sich um nasse Böden: Wenn man eine Bodenprobe in der Faust drückt, fließt Wasser heraus. Auch dies erfordert spezielle Anpassungen der dort wachsenden Arten, da es meist an Boden-Sauerstoff mangelt.

Die Ziffer 5 steht für Wasserpflanzen, die untergetaucht in der Flachwasserzone eines Gewässers oder frei im Wasser schwimmend wachsen.